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Alles oder nichts (Quizsendung)
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Alles oder nichts war eine Quizsendung der ARD, die von 1958 bis 1988 gesendet wurde.
Contents
β’ Geschichte
β’ Spielverlauf
β’ Rezeption
β’ Nachfolger
β’ Einzelnachweise
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Geschichte
Das Fernsehquiz wurde erstmals 1956 im Vorabendprogramm des Deutschen Fernsehens (nur im Bereich des Bayerischen Rundfunks) ausgestrahlt, ab 1958 dann im ARD-Hauptabendprogramm.cite-ref-1[1]
Moderatoren der Show waren
β’ Heinrich Fischer
β’ Wolf Schmidt
β’ Georg BΓΆse
β’ Erich Helmensdorfer (1967β1972, insgesamt 61 Mal)
β’ GΓΌnther Schramm (1973β1981)
β’ Max Schautzer (1982β1988)
β’ Waldemar Hartmann (2001, einzelne Pilotfolge fΓΌr mΓΆgliche Neuauflage)
Spielverlauf
Mehrere Kandidaten traten nacheinander in jeder Sendung auf, um sich β jeder fΓΌr sich allein spielend β vom Quizmaster zu einem selbst gewΓ€hlten βSpezialgebietβ befragen zu lassen. Dieses Thema konnte einem beliebigen Wissensgebiet entstammen. In jeder Sendung kamen so viele Gebiete zur Sprache, wie Kandidaten auftraten (in der Regel 3, seltener 2 oder 4). Mal ging es um allgemein bekannte Themen wie Mozart oder Schiller, Sport (FuΓball, Olympische Spiele), mal um der Allgemeinheit weniger vertraute Gebiete wie spezielle Insekten- und Edelsteinarten. Jede Sendung konstituierte insoweit eine Themen-Mischung.
Gespielt wurde um maximal 8000 DM in mehreren Runden. In der ersten Runde konnte der Kandidat 50 DM gewinnen und musste dafΓΌr nur eine oder zwei leichte Fragen seines βSpezialgebietsβ beantworten. War die Runde erfolgreich bewΓ€ltigt, durfte er entscheiden, ob er sich mit diesem Betrag zufriedengibt oder in der nΓ€chsten Sendung eine Runde weiter kommen wolle. Die nΓ€chsten Schritte waren 125 DM, 250 DM, 500 DM, 1000 DM, 2000 DM, 4000 DM und zuletzt 8000 DM. In jeder Runde musste der Kandidat mehr und komplexere Fragen beantworten, um weiter zu kommen.
In der Endrunde um 8000 DM wurde der Kandidat seit den 1970er Jahren in eine schalldichte Kabine gesetzt, musste ΓΌber 30 Fragen zu seinem Gebiet beantworten und fΓΌllte damit fast die gesamte Sendezeit; neben einem 8.000-DM-Kandidaten hatte stets nur noch ein Neueinsteiger Platz. Viele Kandidaten brachten es aber nicht so weit, sondern stiegen vorher freiwillig aus. Dass ein Kandidat wegen unzureichenden Wissens eine Runde nicht bestand, kam selten vor.
Bis zur EinfΓΌhrung des Farbfernsehens in Deutschland (August 1967) wurde Alles oder nichts als Aufzeichnung gesendet, dann auf Farbe umgestellt und live ausgestrahlt.
Rezeption
Die Show basiert auf dem US-Format The $64,000 Question, die der Sender CBS 1955 startete. Infolge der Auswirkungen des Quizshow-Skandals wurde das Format in den USA abgesetzt, die Programmverantwortlichen und der Moderator entlassen. 1976 kam es zu einer Neuauflage.
Zur Zeit seiner Ausstrahlung erzielte das Quiz in Deutschland hohe Einschaltquoten und war sehr beliebt. In der TV-Generation 2005, in der es bei GΓΌnther Jauch im Multiple-Choice-Verfahren bis zu eine Million Euro zu gewinnen gibt, sind Aufwand und Ertrag bei einigen Zuschauern, die zu einer Reminiszenz-Sendung befragt worden sind, als unverhΓ€ltnismΓ€Γig und der Examinierstil als trocken empfunden worden.
Nachfolger
Der Titel der von Hugo Egon Balder und Hella von Sinnen moderierten RTL-Show Alles nichts oder?! spielt auf den Titel der Sendung an, weist aber keine inhaltlichen Gemeinsamkeiten auf.
Einzelnachweise
cite-note-11. β Alles oder Nichts. In: fernsehserien.de. imfernsehen GmbH & Co KG, 13. Januar 2016, abgerufen am 18. Mai 2024.